Projekte

Weltweites Führungsfeedback als Pilotprojekt

2.200
Mitarbeiter
200
Führungskräfte
9
Regionalzentren
0
Vorerfahrung

Der Deutschland-Chef war überzeugt: Die künftigen Herausforderungen lassen sich nur mit einer veränderten Führungskultur bewältigen. So wurden verschiedene Initiativen im Bereich der Führungskräfteentwicklung ins Leben gerufen, unter anderem sollte ein Führungsfeedback etabliert werden.

Was dieses Vorhaben schwierig gestaltete, war nicht nur die fehlende Erfahrung mit entsprechenden Instrumenten. Sondern auch, dass die Sicht auf das Thema Führung war im In- und Ausland höchst unterschiedlich war. Die deutsche Organisation hatte bereits ein eigenes Führungsleitbild festgeschrieben, die Standorte im Ausland setzten auf alternative Konzepte. Unklar war in dieser Situation, wie das Führungsleitbild zu den im Konzernleitbild verankerten Werten und Verhaltensweisen passte. Dementsprechend wurde die Initiative vonseiten der Konzernzentrale kritisch beäugt.

Keine einfache Gemengelage also, das Projekt war hochpolitisch. LOGIT löste den gordischen Knoten zunächst konzeptionell. Wir erarbeiteten einen Vorschlag, der die Führungsgrundsätze und das Konzernleitbild sinnvoll und stimmig aufeinander bezog; hieran hatten sich schon verschiedene Berater die Zähne ausgebissen. Der Widerspruch konnte aufgelöst werden, denn wir zeigten auf, dass und wie die Führungsgrundsätze und das Führungsfeedback die im Konzernleitbild verankerten Werte und Verhaltensweisen unterstützten. Und wir präsentierten ein maßgeschneidertes Fragebogenkonzept, das es ermöglichte, beides zu messen und über entsprechende Kennzahlen abzubilden. Darüber hinaus legten wir dar, wie dies grundsätzlich auch mit anderen Leitbildern aus den Auslandsgesellschaften funktionieren kann.

Somit war grundsätzlich der Weg frei, den Piloten zu starten. Eine Hürde bildeten allerdings noch die mächtigen lokalen HR-Fürsten. Sie standen den Führungsfeedbacks aus anderen Gründen äußerst ablehnend gegenüber: keine Zeit, keine Kapazitäten, andere Projekte, andere Prioritäten. Vor allem aber die Sorge, auf straken Widerstand und massive Kritik bei den Managern und Führungskräften in den jeweiligen Regionalorganisationen zu stoßen.

In zwei intensiven Train-the-Trainer-Workshops mit LOGIT gelang es, die HR-Verantwortlichen von dem Führungsfeedback-Piloten zu überzeugen. Großen Wert legten wir dabei darauf, konkrete Modelle und Vorgehensweisen zu erarbeiten und für mögliche kritische Situationen praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.

Der Pilot lief hervorragend. Die Gesamtergebnisse bestätigten viele Vermutungen hinsichtlich verschiedener Schwächen der bestehenden Führungskultur. Vor allem die von uns herausgearbeiteten Zusammenhänge zwischen Führungsverhalten, Engagement und Arbeitgeberattraktivität überzeugten viele Manager von der Notwendigkeit gegenzusteuern. Die HR-Regionalverantwortlichen gingen mit Elan an die Sache und unterstützten ihre Führungskräfte hervorragend.

Sicher ist noch ein weiter Weg zu gehen, um die Führungskultur nachhaltig zu verändern. Aber der Anfang ist gemacht. Mittlerweile wird das Instrument regelmäßig genutzt und auch international mehr und mehr eingesetzt.