Projekte

Letzte Chance nach zwei Fehlversuchen

20.000
Mitarbeiter
81%
Beteiligung
80
Managementpräsentationen
200
Trainings und Workshops

Der dritte Versuch musste sitzen! Aus einer allgemeinen Meinungsumfrage sollte eine echte strategische Mitarbeiterbefragung werden. Bereits zweimal hatte eine große, internationale Forschungseinrichtung Mitarbeiterbefragungen durchgeführt – mit mäßigem Erfolg.

Das Unternehmen erhoffte sich vor allem Klarheit zu diesen Themen: Wie attraktiv sind wir als Arbeitgeber? Wie gut unterstützt unsere Kultur Innovationen? Wie gut arbeiten Abteilungen und Teams zusammen? Wie nehmen unsere Mitarbeiter ihre Führungskräfte wahr? Was läuft gut? Wo sehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Verbesserungspotenzial. Wie können wir unsere HR-Arbeit verbessern?

Das Projekt stand unter keinen guten Vorzeichen. Zahlreiche Stakeholder mit unterschiedlichsten Vorstellungen mussten eingebunden werden. Der mächtige Betriebsrat wollte in der Betriebsvereinbarung jedes Detail festlegen. Vor allem galt es, dem teilweise massiven Widerstand gegen eine erneute Befragung zu begegnen, denn vielerorts waren die letzten Befragungen sehr schlecht angekommen. Viele handwerkliche Fehler waren gemacht worden, was die Stimmung der anspruchsvollen und durchgängig hochqualifizierten Belegschaft in Bezug auf dieses Instrument auf den Nullpunkt hatte sinken lassen. Vor allem in den Leitungsebenen.

LOGIT gelang es, die Konzept- und Vorbereitungsphase strukturiert zu gestalten, das Ergebnis stellte alle Stakeholder zufrieden. Dabei konnten wir insbesondere mit unserer starken praktischen Expertise und unserer wissenschaftlichen Kompetenz punkten. In systematisch geplanten und aufeinander abgestimmten Workshops entwickelten wir mit dem Projektteam und den verschiedenen Stakeholdern ein klares und überzeugendes neues Konzept. Mit der professionellen Durchführung und vor allem im Folgeprozess konnten wir die letzte Skepsis ausräumen.

Zum Auftakt der Folgeprozesse stellten wir die Ergebnisse nicht nur dem Vorstand vor, sondern mit mehr als 80 individuell erstellten Präsentationen auch allen Standorten. In zahlreichen Großgruppen-Workshops, Team-Workshops und Coachings unterstützten wir die Standorte dabei, die Ergebnisse konstruktiv zu bearbeiten.

In Vor-Ort-Trainings bereiteten wir die Führungskräfte auf ihre Teamdialoge vor. Viele Geschäftsbereiche nutzten die Erkenntnisse für ihre Führungskräftetagungen und ihren Strategieprozess. Wir halfen auch dabei, die Ergebnisse angemessen in den Entwurf neuer Zukunftsbilder und in die Strategieentwicklung einfließen zu lassen. Auf dieser Basis konnten evidenzbasierte Managemententscheidungen getroffen werden.

Die Befragung und ihre Effekte wurden in den darauffolgenden eineinhalb Jahren umfassend evaluiert. Dazu fanden verschiedene Workshops mit Stakeholdern und MAB-Verantwortlichen der Standorte statt. Ergebnis: Die MAB hatte wichtige Veränderungen angestoßen. So wurde beispielsweise ein neues Führungsleitbild entwickelt, beim Innovationsmanagement wurden Weichen neu gestellt und neue Karrierewege entstanden. Darüber hinaus sollten eigens konzipierte Evaluationsbefragungen mit Führungskräften, Betriebsräten und Mitarbeitern valide aufzeigen, welcher Nutzen sich ergeben hatte und welche Verbesserungspotenziale bestanden.

Vom Vorstand bis zu den Mitarbeitern beurteilten alle Gruppen die MAB sehr positiv. Dabei trat allerdings ebenfalls zutage, dass die Qualität der Folgeprozesse in den Teams stark mit den Befragungsergebnissen korrelierte. Ein wesentlicher Auftrag für die nächste Befragung lag damit auf der Hand: Auf die Bereiche, in denen die Ergebnisse kritisch ausgefallen waren, sollte zukünftig besonderes Augenmerk gelegt werden, um gezielter unterstützen zu können.